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Neuzeit Inv.-Nr. GA-0035

Handkolorierter Kupferstich: Ornithologische Darstellung eines Pfaufasans

Handkolorierter Kupferstich: Ornithologische Darstellung eines Pfaufasans

Katalogtext

Handkolorierter Kupferstich: Ornithologische Darstellung eines Pfaufasans

Objektbeschreibung und naturhistorischer Kontext

Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um einen exquisiten, handkolorierten Kupferstich aus der großen Epoche der naturkundlichen Forschungsreisen (vermutlich spätes 18. oder frühes 19. Jahrhundert). Das Blatt, im oberen rechten Eck mit der Tafelnummer „308“ versehen, zeigt einen männlichen Grauen Pfaufasan in seitlicher Profilansicht auf einem Ast ruhend. Die französisch- und lateinischsprachige Legende am unteren Bildrand („L'Eperonnier mâle de la Chine / Pavo bicalcaratus L.“) verweist auf die historische Systematik nach Carl von Linné und ordnet das Blatt in die Tradition bedeutender ornithologischer Standardwerke (wie etwa jene von Buffon oder Martinet) ein.

Künstlerische Ausführung und Kolorit

Die künstlerische und handwerkliche Qualität der Illustration zeigt sich besonders in der extrem feinen Ausarbeitung des Gefieders. Das anspruchsvolle Altkolorit hebt das schillernde Federkleid und insbesondere die für Pfaufasane charakteristischen, irisierenden Augenflecken (Ocellen) auf den Flügel- und Schwanzfedern plastisch hervor. Eingerahmt wird das Vogelmotiv von einer markanten, handgezogenen gelben Einfassungslinie, die ein typisches stilistisches Merkmal hochwertiger zoologischer Grafiken dieser Zeit ist.

Rahmung und Erhaltungszustand

Das historische Papier präsentiert sich in einem sehr schönen, authentischen Zustand mit einer gleichmäßigen, warmen Altersbräunung, die den antiken Charakter des Werkes unterstreicht. Seine volle repräsentative Wirkung entfaltet der Stich durch seine aufwendige Rahmung: Ein breiter, dunkel patinierter Holzrahmen mit markantem Profil bildet einen starken Kontrast zu dem hellen Papier, während die innere, goldfarbene Sichtleiste die Farbgebung der Grafik ästhetisch aufgreift und das historische Motiv würdig einfasst.