Die Central-Verwaltung der Verbündeten unter dem Freiherrn von Stein
Katalogtext
Historisches Quellwerk: „Die Central-Verwaltung der Verbündeten unter dem Freiherrn von Stein“ (1814)
Objektbeschreibung und historische Einordnung
Das vorliegende Werk mit dem Titel „Die Central-Verwaltung der Verbündeten unter dem Freiherrn von Stein“, erschienen im Jahr 1814, ist ein bedeutendes zeitgenössisches Dokument aus der unmittelbaren Phase der deutschen Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte. Das Buch befasst sich mit der administrativen Neuordnung der von den Verbündeten (der Koalition gegen Frankreich) besetzten Gebiete. Die Leitung dieser zentralen Verwaltungsinstanz wurde dem preußischen Staatsmann Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein übertragen, einem der wichtigsten Reformer des preußischen Staates.
Administrative Zäsur der Befreiungskriege
Die „Central-Verwaltung“ stellte eine administrative Zäsur dar. Ihre Aufgabe war es, die besetzten deutschen Länder zu verwalten, die Logistik für die verbündeten Armeen sicherzustellen und die politische Neuordnung nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems vorzubereiten. Das Werk dient als essentielles Zeugnis für den Übergang von der französischen Hegemonie zur Restauration bzw. zur Neugestaltung Europas auf dem Wiener Kongress. Es dokumentiert die mühsame Arbeit Steins, die Verwaltung der befreiten Territorien trotz unterschiedlicher Interessen der Koalitionsmächte (Preußen, Österreich, Russland) zu harmonisieren.
Physische Materialität und Erhaltungszustand
Der Band präsentiert sich in einem authentischen, historisch belassenen Zustand. Der charakteristische blaue Halbleineneinband zeigt deutliche, altersbedingte Abriebspuren, eine ausgeprägte Fleckigkeit und den Verlust der oberflächlichen Farbsättigung, was ihn zu einem lebendigen Zeugen der Zeit macht. Das Titelblatt ist von der für Papier des frühen 19. Jahrhunderts typischen Stockfleckigkeit und Altersbräunung gezeichnet, während der Fraktursatz auf dem Titelblatt die formelle, nüchterne Art dieser administrativen Publikationen unterstreicht. Die Gebrauchsspuren sind authentische Spuren einer langen Überlieferungsgeschichte, die den Band als Teil einer Gelehrten- oder Verwaltungsbibliothek des 19. Jahrhunderts identifizieren.